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»Am Anfang einer jeden Kultur
ist die Liebe«

Heinrich Heine

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www.kulturstrasse.de



1. IDEE

Ausgewählte Straßen werden zu «Kulturstraßen» erklärt. Diese Straßen erhalten durch die Ernennung zur «Kulturstraße» eine besondere Bedeutung, bzw. es wird ihre bereits bestehende Bedeutung unterstrichen. Die Besonderheiten der Straße werden durch Kunstwerke verstärkt, erweitert oder verfremdet. Die «Kulturstraße» verliert ihre Funktion als reines »Trägerobjekt« von »rasenden« Verkehrsmitteln und wird statt dessen zum Medium: Zwischen den Vorbeieilenden und dem ruhenden Kunstgegenstand, zwischen dem Ausgangsort und dem Zielort, zwischen dem Gedankenlosen und dem Denkenden, zwischen dem Uninteressierten und der philosophischen Gedankenwelt.

2. MERKMALE

Eine »Kulturstraße« ist ein Straßenabschnitt von einigen Kilometern Länge. Diese Straße hat einen bewußten deutlichen Anfang: Tor, Signal, Plakat - und ein bewußtes deutliches Ende.
An den Seitenrändern des Straßen stellen heimische und internationale Künstler Kunstwerke auf, die im Zusammenhang mit dem Ausgangsort und dem Zielort stehen und den Straßenverlauf thematisieren.
Bei den Kunstwerken handelt es sich um Plakate, freistehende Kunstwerke, Reliefs, gemalte Bilder, transparente Bilder, serielle Bilder, um Worte, Sätze, Zeichen, Farben, Formen, Materialien, um Kambinationen, Gegenüberstellungen und Verbindungen von Leere und Fülle, Bedecktsein und Lücke, Sein und Nichtsein
Gestaltung und Stielrichtung sind dem einzelnen Künstler freigestellt.

3. GESAMTKUNSTWERK IN DER BEWEGUNG

Die Kulturstraßen dienen primär dazu, bildende Kunst sichtbar und erlebbar zu machen. Dabei sollen die Kunstwerde unmittelbar am Wege, beim Eilen, beim Fahren miterlebt werden. Ein Hingehen zu einem Kunstwerk ist nicht erwünscht, sondern die Rezeption soll im Vorbeigehen, in der Bewegung erfolgen. Zeit ist der »begleitende« Faktor des Werkes: Begleitend für den einzelnen Menschen oder die Menschengruppe in einem Fahrzeug, die anonyme Menschenansammlung in einem Stau, die Menschenkonfrontation im Straßenverkehrskampf. Es gibt kein Verweilen vor einem Kunstwerk. Ein Kunstwerk löst am Weg das andere ab, eines soll mit dem anderen in Zusammenhang stehen und es vorbereiten. Im Auge des Betrachters erst soll das Gesamtkunstwerk der »Kulturstraße« entstehen.

4. ERWEITERUNG DER KULTURSTRASSE

Neben der visuellen Kunst sollen auch akustische Kunst oder dramaturgische Kunst stehen:
Ergänzungen durch Musik, Gesang, Orchester und Dramaturgie, Aktionen, Theater, Kabarett sind erwünscht. Die Musik kann in der Bewegung dargeboten werden (Züge) und damit den Ablauf der Kunstwerke unterstützen, sie kann aber auch statisch an einem bestimmten Punkt erfolgen. Ebenso ist es möglich, das Theatralische in einem Zug oder an bestimmten Orten einzufügen. Anwohnerinnen und Anwohner sind aufgefordert, an dem Projekt »Kulturstraße« in einer eigenen kreativen Form mitzuwirken. Begleitenden Eigeninitiativen sind keine Grenzen gesetzt.

5. WEITERE FUNKTIONEN

Die Kulturstraße erfüllt primär die Funktion mit »Kunst am Wegrand«, mit dem Vorbeigleitenden in Kontakt zu treten. Daneben kann sie aber auch in den Städtebau eingreifen, z.B. Lücken schließen. Übergänge zwischen »feindlichen« Häusern schaffen, dem Element Baukunst die Elemente Bildhauerei und Malerei wieder zur Seite stellen, Fassaden neu gestalten, mit Worttafeln Gedankengänge eruieren, auf die Geschichte historischer oder gegenwärtiger Berühmtheiten und Stätten an der Kulturstraße hinweisen, Pläze neu gestalten.

Feste zur Eröffnung, Schließung oder Einweihung der Kulturstraßen sind erwünscht.


Impressum / Verantwortlich für den Inhalt / Herausgeber:

Aktionsgruppe Kulturstraßen
i.V: ehem. Kreisrätin Dr. Gisela Forster
Postfach 1664
82306 Starnberg
Tel.: 08151970039
Fax: 08151/970183
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