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Drei Stunden, die im Flug vergingen |
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Weilheim - Halb Familienausflug, halb Volkswandertag: Eine bunte Gruppe aus
60 Menschen brach am Samstagnachmittag zur Erstbegehung der „Kulturstraße III" auf. Die öffentliche Weg-Kunst hatte bereits 2001 bei Herrsching und 2003 bei Tutzing stattgefunden. Die Künstler führten den Rundgang von der Wasserschwelle südlich des Naturfreundehauses bis zur Ammerschule an der Lohgasse selbst - drei Stunden vergingen im Flug. |
Der Spazierweg an der Ammer wird zur verspielten Kunstmeile, von der man sogar wöchentlich wechselnde Gedichte aus einem stummen Verkäufer mitnehmen kann. Ausdrucksstarke Werke schließen sich in den schattigen Au-Anlagen an. Da schauen petrolblaue Köpfe aus einem moorigen Teich, da drehen sich die Schablonen eines weißen Mobiles im Waldgras. Plötzlich, aus einem verwachsenen Bach, lauert eine Astgabel wie eine sprungbereite Echse, und grimmig lugen Osterinsel-Köpfe unter Bäumen hervor. Die. verblüffendsten Werke warten am Auweiher. Der Lebenskreis und das Tau-Zeichen von Eugen Winter: hölzerne Chiffren der Vergeistigung. Der Lebensbaum des Pollingers Günter Schreiner: ein meterhohes Kultobjekt voller esoterischer Wucht. Inmitten der Bäume wirkt die tanzende „Ammerfee"-Bronze von Ursula Fitz geradezu überirdisch. Es ist eine spezielle Art Märchenwald, den Weilheim hier für wenige Wochen geschenkt bekam. Besondere Mystik wird der Auwald an den Samstagen, 3., 17. und 31. Juli, entfalten: Dann leuchtet nämlich ab 22 Uhr im Auweiher das Feuer im Kreis des Lebens. Zur Finissage am 31. Juli um 19 Uhr am Naturfreundehaus - dabei wird auch der endgültige Katalog zur Kulturstraße vorgestellt - sind außerdem Stepdance, irische Musik und ein Theaterstück angekündigt. Andreas Bretting Weitere Informationen über die Ausstellung: im Internet unter |